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Buchungssätze für die Verbuchung von Lohn & Gehalt in der Schweiz

Bei der Verbuchung der Löhne & Gehälter wird in der Schweiz die Bruttomethode verwendet. Dabei wird kein Verrechnungskonto verwendet, wie dies in Deutschland üblich ist. Die Sozial­versicherungs­beiträge (AHV/IV/EO/ALV) sind bis zum 10. des folgenden Monats zu zahlen, wenn die Summe über alle Löhne und Gehälter 200'000 CHF übersteigt. Anderenfalls sind die Sozial­versicherungs­beiträge bis zum 10. nach Ende eines jeden Vierteljahres zu zahlen. Die Alter- und Hinterlassenen­versicherung, die Arbeits­losen­versicherung, die Invaliden­versicherung und die Beiträge nach Erwerbs­ersatzordnung für den Ausgleich für Mutterschaft (AHV/IV/EO/ALV) sind jeweils zur Hälfte von den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern zu zahlen und sind an die AHV-Ausgleichskasse zu überweisen. Zusätzlich sind noch Verwaltungs­kosten (VK) der AHV-Ausgleichskasse von den Arbeitgebern an diese zu entrichten. Die Nichtberufs­unfall­versicherung (NBU) wird meist von den Arbeitnehmern und die Berufs­unfall­versicherung (BU) ist von den Arbeitgebern zu leisten und wird an die Unfall­versicherung gezahlt. Außerdem sind Beiträge zu Pensionskasse und Beiträge zur Familienaus­gleichskasse abzuführen. Die gesamten Beiträge werden über den folgenden Buchungssatz erfasst:

per 5000 Lohnaufwand
per 5700 Sozialversicherungsaufwand
an 2270 Sozialversicherungen und Vorsorgeeinrichtungen

SKR03 SKR04 SKR07 EKR KMU

Unter Lohnaufwand wird der Arbeitnehmer­anteil an den Sozialver­sicherungen erfasst, unter Sozialver­sicherungs­aufwand steht der Arbeitgeber­anteil. Die Gesamtsumme aus beiden Positionen wird an Verbindlichkeiten gegenüber Sozial­versicherungen und Vorsorge­einrichtungen gebucht. In der Praxis ist es aber durchaus üblich, dass das Konto „2270 Sozialver­sicherungen und Vorsorge­einrichtungen“ in Konten wie „Kreditor AHV-Ausgleichskasse“, „Kreditor Unfallversicherung“ und „Kreditor Pensionskasse“ zu untergliedern.

Im nächsten Schritt erfolgt die Verbuchung der Nettolöhne. Der zugehörige Buchungssatz lautet:

per 5000 Lohnaufwand
an 2210 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

SKR03 SKR04 SKR07 EKR KMU

In den Lehrbüchern wird teilweise direkt gegen „1020 Bankguthaben“ gebucht. Das würde allerdings bedeuten, dass die Buchung erst mit der Auszahlung erfolgt und nicht schon mit der eigentlichen Lohnabrechnung. Diese Variante ist aber durchaus, gerade bei kleinen Unternehmen, möglich. Es gibt aber auch die Variante, dass als Konto für die Verbindlichkeit aus Löhnen und Gehältern ein eigenes Konto eingerichtet ist. Zu guter letzt erfolgt, sofern nicht schon geschehen, die Auszahlung der Löhne und Gehälter:

per 2210 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
an 1020 Bankguthaben

SKR03 SKR04 SKR07 EKR KMU

Zu einem späteren Zeitpunkt werden üblicherweise dann die Beiträge zu den Sozialver­sicherungen gezahlt:

per 2270 Sozialversicherungen und Vorsorgeeinrichtungen
an 1020 Bankguthaben

SKR03 SKR04 SKR07 EKR KMU

Bei einer Untergliederung des Kontos „2270 Sozialver­sicherungen und Vorsorge­einrichtungen“ folgen dann natürlich die Buchungssätze pro Kreditoren­konto.